Volksschule Molitorgasse, 2025
Susanne Veit-Aschenbrenner
Die Volksschule Molitorgasse wurde denkmalgerecht saniert und durch einen Ergänzungsbau zu einem offenen Ganztagsschulstandort weiterentwickelt. Ziel war die Transformation des Bestands in einen vielschichtigen Lern- und Lebensraum mit hoher Aufenthaltsqualität.
Zentrales Motiv ist die Öffnung der Gebäuderückseite: Gestapelte Freiklassen und neue Freiflächen verzahnen Innen- und Außenräume und ermöglichen Lernen und Spielen auf mehreren Ebenen. Der Hof wurde angehoben und neu gestaltet, wodurch ein barrierefreier Haupteingang, eine Zentralgarderobe sowie ein extern nutzbarer Bewegungsraum entstanden. Die zuvor beengte Situation wich einem großzügigen, kindgerechten Aufenthaltsbereich.
Das Dach fungiert als vertikal gestaffelter Freiraum mit begehbaren Oberlichtern, die Licht tief ins Gebäude führen und visuelle Verbindungen schaffen. Farbige Details setzen je nach Lichtsituation wechselnde Akzente. Brandschutztechnisch ermöglicht eine Druckbelüftungsanlage offene Raumlösungen ohne klassische Portale; das Stiegenhaus wird so zur erweiterten Pausen- und Begegnungsfläche. Eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung sorgt für ein gesundes Raumklima.
Die Rückseite erscheint wie ein offenes Regal und vermittelt durch ihre Transparenz Großzügigkeit und Freiheit. Ein partizipativer Planungsprozess mit Lehrenden und Schüler:innen rundet das Projekt ab. So versteht sich die Schule nicht nur als saniertes Gebäude, sondern als neu interpretierter Bildungsraum, in dem Architektur als pädagogisches Werkzeug wirkt.
Adresse: Molitorgasse 11, 1110 Wien
Fertigstellung 2026
Statik: Fröhlich & Locher ZT GmbH
TGA: BPS Engineering
Bauphysik: IC Consulenten
Brandschutz: B-LAB ZT GmbH
Client: Stadt Wien MA 56, vertreten durch die Wiener Infrastruktur Projekt GmbH und Handler Bau GmbH
Categories: Education
Project Gallery

Bestand

Innenhof

Freiklassen

Freiklassen

Stiegenhaus

Turnhalle
Susanne Veit-Aschenbrenner AT
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Burggasse 52-54 | 1070 Wien